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Mittwoch, 13. Januar 2016

Gesprächskonzert «Composer in Residence» mit Siegfried Matthus in der Pauluskirche

Siegfried Matthus
(Bremerhaven) Am Sonntag, den 24. Januar 2016 um 17.00 Uhr, findet in der Kulturkirche in der Pauluskirche ein Gesprächskonzert mit dem Komponisten Siegfried Matthus – in dieser Spielzeit ‚Composer in Residence’ am Stadttheater Bremerhaven – statt. Das Philharmonische Orchester Bremerhaven präsentiert von Siegfried Matthus «Visionen» für Streichorchester und Solo-Violine, «Bachisches» für Kontrabass, Marimbaphon und Bass-Klarinette sowie «Drei Sommerbilder» für ein Kammerorchester. Das Besondere an dem Abend ist neben der ausgewählten Musik das Gespräch mit dem Komponisten, das Marc Niemann führen wird.

Diese Veranstaltung wurde heute, am 20. Jan. 2016, vom Stadttheater Bremerhaven abgesagt. Es wird dafür auch keinen Ersatz geben.

Generalmusikdirektor Marc Niemann hat mit Beginn seiner Arbeit am Stadttheater jeweils für die Dauer eines Jahres den Composer in Residence etabliert. Siegfried Matthus, der diesjährige Hauskomponist, ist bei vielen seiner Aufführungen im Stadttheater anwesend. Das Gespräch in der Kulturkirche bietet darüber hinaus die Möglichkeit, den Komponisten persönlich kennenzulernen.


Siegfried Matthus (geb. 1934) gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart, den eine höchst eigenständige, expressive Tonsprache auszeichnet. Mit der Gründung der Kammeroper Schloss Rheinsberg 1991 initiierte Siegfried Matthus ein internationales Opernfestival ersten Ranges, in dem jungen, aufstrebenden Künstlern die Chance gegeben wird, wertvolle Erfahrungen auf der Theaterbühne und dem Konzertpodium zu sammeln.

Montag, 11. Januar 2016

Lichthoftheater HH zeigt - NO(S) REVOLUTION(S)

© by Simon Gosselin
(Hamburg) Am 22. und 23. Januar im Lichthof Theater: Beginn jeweils um 20:15  Cie Day-for-Night NO(S) REVOLUTION(S) Von Ulrike Syha und Mickael de Oliveira. In französischer, deutscher und portugiesischer Sprache

Hier und jetzt. Vier SchauspielerInnen – zwei Franzosen, eine Deutsche, eine Portugiesin. In drei Sprachen erzählt No(s) révolution(s) Anekdoten von unterschiedlichen Zeiten und Orten. Es entsteht eine „Fiktionsrevolution“, die nach und nach real wird: Geräusche von draußen, Aufruhr, Fremdes und Vertrautes zugleich. Kein Bericht gleicht dem anderen.

Sind Gewalt und Terror vermeidbar? Muss Revolution Enttäuschung bedeuten? Was werden die künftigen und aktuellen Generationen sagen? Werden Revolutionen immer nur von Folklore, Kitsch und Tourismus beerbt? Warum hat man, wie die Historikerin Sophie Wahnich sagt, seit 1989 die Idee einverleibt, dass die Utopie und der Wunsch nach einem besseren Leben immer in Totalitarismus mündet?

Christine Rondot in "L'Est républicain" am 8.1.2016 über die Premiere in Belfort:
"Anne Monfort meistert den dreisprachigen Austausch revolutionärer Ideen mit Bravur. (...) Sie mischt dabei die Texte, die der portugiesische Autor Mickael de Oliveira und die deutsche Autorin Ulrike Syha für sie geschrieben haben, 'um sich gemeinsam dem Politischen anzunähern, über die Grenzen hinweg'. Es entsteht ein umfassendes, inhaltsreiches Stück auf Bild- und Textebene, das sich zwischen Figuren und Bildassoziationen, Gedanken und Diskursen hin- und herbewegt. Es ist auch eine Übung in Demokratie. Eine zeitgenössische, intelligente Variation zum Thema "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" ohne Effekthascherei."

Am 23. Januar lädt der Verein der Freunde und Förderer des LICHTHOF e.V. im Anschluss an die Vorstellung zum Publikumsgespräch ein.

Die Hamburger Autorin und Übersetzerin Ulrike Syha wurde mit vielerlei Preisen ausgezeichnet, darunter der Kleist-Förderpreis (2002), der Hamburger Förderpreis für Literatur (2010) und der Robert Gernhardt-Preis (2014). 2015 wurde ihre Kurzgeschichte Jin Mao mit dem vom rbb und Literaturhaus Berlin ausgelobten Walter Serner-Preis prämiert. Ihre Übersetzung von John Steinbecks Jenseits von Eden feiert am 17. Januar im Altonaer Theater Premiere. Lichthof Infos

Donnerstag, 7. Januar 2016

Schimanzki - Die Kraft der inneren Maus

(Hannover) Ein musikalischer Trinker-Western-Abend - von Janosch im Theater an der Glocksee in Hannover.

Für trinkfeste Erwachsene und wilde Träumer aller Art: Im Alkoholdunst einer Bar zu später Stunde erfinden fünf Randgestalten eine sagenhafte Geschichte, um ihren inneren Helden zu erwecken. Auf einem phantastischen Roadtrip trinken, spielen, singen und ernüchtern sie um ihr Leben, während die wilde Reise sie mal zu sich selbst und mal sehr weit von sich weg führt...

Janoschs verschrobene, poetische Geschichte des Mausers Schimanzki, der Bärenkräfte hat, solange er dem Eierlikör entsagt, verzückt und entlarvt sie gleichermaßen - sind sie doch selber alle dem Alkohol nicht abgeneigt und schauen auch an diesem Abend sehr tief ins Glas. Heilloser Größenwahn und Mausekleinsein.

Raus aus der grauen Alltags-Tristesse und hinein in Mut, Abenteuer und allumfassende Liebe – das ist ihr Versuch in diesem musikalischen Theaterabend mit Western-, Seemanns- und eigens komponierten Songs (Musikalische Leitung Dominik Dittrich von »Tante Polly«): Am Klavier, am Akkordeon, auf der Gitarre und auf (und unter) dem Tresen. Theater an der Glocksee

8. / 9. / 13. / 15. / 16. Januar Beginn jeweils um 20 Uhr

Dienstag, 5. Januar 2016

LICHTHOF Productions zeigt DAS TOTENSCHIFF – nach B. Traven

(Hamburg) Europa 1926. Der junge Seemann Gale verpasst durch ein harmloses Missgeschick sein Schiff. Er verliert Ausweis und Schiffsbuch, ohne die er nirgends anheuern kann. Bürokratie und unnachgiebige Beamte stehen einem neuen Pass im Weg. Gewaltsam über Ländergrenzen verschleppt, lässt sich Gale völlig ausgelaugt von einem zwielichtigen Skipper auf dem Dampfer Yorikke anheuern – einem schwimmenden Schrotthaufen, bemannt mit einer zerlumpten Crew Ausgestoßener. Lebensgefährliche Arbeit bestimmt ihren Alltag ebenso wie strenge Hierarchien und Schikane – aber auch Freundschaft und Solidarität. So halten sie das Schiff am Laufen und werden trotz ihrer Ablehnung der Verhältnisse zu gut funktionierenden Rädchen im Getriebe. Ein von jeglicher Romantik befreites Seefahrermilieu bildet den Hintergrund für B. Travens absurde, traurige und witzige Erzählung über das brutale Zusammenspiel von Nation und Kapitalismus.

Nach ihrem Studium der Kommunikations- und Politikwissenschaft arbeitete Clara Weyde in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und als Regieassistentin am Theater Bremen. Im Februar 2015 schloss sie ihr Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg mit Juli von Iwan Wyrypajew auf Kampnagel ab.

Regie: Clara Weyde Mit Christoph Jöde, Amadeus Köhli, Jannik Nowak und David Simon

Premiere: Samstag, 09. Januar 2016, 20:15 Uhr weitere Termine: So, 10.01. / Do, 14.01. / Fr, 15.01. / Sa, 16.01. / So, 17.01. Beginn 20:15 Uhr, sonntags 19:00 Uhr, AUSNAHME Sonntag, 10.01.: 18:00 Uhr! Am 17. Januar lädt der Verein der Freunde und Förderer des LICHTHOF e.V. im Anschluss
an die Vorstellung zum Publikumsgespräch ein.

Montag, 4. Januar 2016

KOMM UND SIEH. - VORSCHLÄGE FÜR EINE SPRACH- UND SCHULREFORM

Torsten Slama in der Kunsthalle Bremerhaven die Eröffnung ist am 16.1.2016, um 17:00.  Einführung durch den Künstler Ausstellungsdauer vom 17.1.2016 – 28.2.2016

Torsten Slama, Motiv unter Verwendung des Gemäldes "Le Reste Parfait", 2015
(Bremerhaven) Die Darstellung der Wirklichkeit ist seit jeher ein diffiziles Unterfangen. Die Probleme beginnen bereits bei der Definition von Wirklichkeit und jedwede Verbildlichung ist ein Unterfangen philosophischen Charakters. Die visuelle Darstellung der Wirklichkeit ist insofern ein weites Feld in der Geschichte der bildenden Kunst. Die Grenzen zum Abstrakten oder zum Surrealen sind fließend, ebenso wie zum Phantastischen und allzu leicht besteht die Gefahr eines Abgleitens in die Beliebigkeit pathetisch, kitschiger oder stereotyper Allegorien.

Eine Künstlergeneration, die sich im Geiste eines analytischen Rationalismus mit malerischer Akribie gleichwohl dieser Aufgabe gewidmet hat, waren einst die Vertreterinnen und Vertreter der neuen Sachlichkeit und des magischen Realismus. Und ein Künstler, der sich nahezu ein Jahrhundert danach erneut aufgemacht hat, den künstlerischen Versuch einer Verbindung von traumhafter Symbolik mit einer größtmöglichen zeichnerischen oder malerischen Genauigkeit in der Wiedergabe von etwas Sachlichem zu beschreiten, ist der in Österreich geborene Torsten Slama (*1967). Seit Jahren bezaubern seine Motivserien mit Gebäuden, Industrieanlagen, Motoren, technischen Strukturen oder Personen Museumsbesucher und Sammler. Mit ihrer kühlen Ernsthaftigkeit entziehen sie sich einer schnellen Deutung ebenso wie einer motivischen Vordergründigkeit in Zeiten digitaler Unbegrenztheit.

Torsten Slamas Zeichnungen und Gemälde zeigen Motoren, Fahrzeuge oder Gebäude, häufig Industriebauten in einer unbestimmten Landschaft. Zumeist sind die Darstellungen frei von menschlichen Figuren, so dass die gut erhaltenen Gebäude oder Maschinen wie Relikte aus einer ausgestorbenen Zivilisation wirken. Diese surreal anmutenden Welten, die der Künstler kreiert, werden ergänzt durch Zeichen oder Objekte, die wie böse Omen über den Dingen zu schweben scheinen. Torsten Slama zeigt dem Betrachter eine Welt, die an einem Wendepunkt zu stehen scheint, ihn vielleicht schon überschritten hat – das stetig wachsende Umweltbewusstsein der Gesellschaft schlägt um in eine Misanthropie, nach derer viele glauben, dass die Erde ohne die Anwesenheit des Menschen, eine bessere wäre.


Der Kunstverein Bremerhaven präsentiert Torsten Slama erstmals im Nordwesten mit einer Auswahl jüngerer Werke.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Der Untergang des Römischen Reiches

(Hannover) Am kommenden Wochenende findet die letzte Produktion des Theater an der Glocksee aus ihrem dreimonatigen Produktions- & Aktionsformat WILDWECHSEL statt. – Zur letzten Premiere lädt das Theater auf eine interaktive Entdeckungsreise in den privatisierten Raum ein: Der Untergang des Römischen Reiches
Rom - die zentrale Wirtschaftsmacht auf dem europäischen Kontinent. Reich, mächtig, fortschrittlich, expandierend. Und doch bricht das Imperium nach dem Höhepunkt seines europäischen Einflusses in sich zusammen. Dekadenz, Werteverfall, sozioökonomische Krise ließen Einfluss und Rückhalt schrumpfen.
Die Basilika, der Ort des Handels und des Reichtums einer immer kleiner werdenden Wirtschaftselite bildete auf diesen letzten Metern das Sinnbild von Maßlosigkeit. 
WILDWECHSEL macht sich auf die Suche nach den Basiliken des Hannoveraner Stadtlebens: Wir nehmen das Publikum mit auf eine Reise an einen zentralen Knotenpunkt des Überflusses. Wir werden die Anker lichten und gemeinsam auf Erkundung in den privatisierten Raum strömen. Eine interaktive Reise ohne Netz und im freien Fall. WILDWECHSEL goes wild & barely legal. 

Idee & Regie dieser Exkrusion von Philip Gregor Grüneberg. Ensemble: Lena Kußmann, Jennifer Ocampo Monsalve, Christiane Ostermayer, Philip Gregor Grüneberg. Technische Unterstützung Matthias Kreutzer, Jonas Vietzke.
Termine: 17. / 18. / 20. Juli, jeweils um 18 Uhr (Begrenzte Zuschauerzahl)
Treffpunkt: geheim, wird nach Reservierung per Mail mitgeteilt

ACHTUNG:  Jeder Zuschauer benötigt 1. SMARTPHONE und KOPFHÖRER (am besten In-Ear) um an dem Abend teilnehmen zu können.

Mehr Informationen auf: Theaterglocksee.de/Wildwechsel

Donnerstag, 9. Juli 2015

8. Sinfoniekonzert des OL Staatsorchesters mit Deutscher Erstaufführung

(Oldenburg) Am Sonntag dem 12. und Montag 13. Juli steht das 8. Sinfoniekonzert des Oldenburgischen Staatsorchesters ganz im Zeichen französischer Musik, das mit einer Deutschen Erstaufführung eröffnet wird - dem Konzert für Alt-Saxophon ,États d’âme' (zu Deutsch: Seelenleben, Gemütszustand) von Laurent Petitgirard.
Petitgirards Konzert stellt mit dem Saxophon ein Instrument in den Mittelpunkt, das in den 1840er Jahren über die französische Musik seinen Weg ins Sinfonieorchester fand und durch höchste Virtuosität ebenso wie durch die Magie seiner Klänge besticht.
Als Solist wird dabei Michel Supéra zu hören sein, der das Werk 2013 mit großem Erfolg aus der Taufe hob.
Anschließend sind Paul Dukas Ballettmusik ,La Péri‘ zu hören, die in ihren noch von der Romantik beeinflussten impressionistischen Klängen eindrücklich Zeugnis von Dukas' phänomenaler Orchestrierungskunst gibt.

Völlig neue Wege wollte César Franck mit seiner 1888 vollendeten Sinfonie d-Moll beschreiten und schaffte damit ein Werk, das den Vergleich zu den Sinfonien der großen Spätromantiker nicht zu scheuen braucht.